Unter dem Sammeltitel „Lieber Feind / Kære fjende“ können Sie bis Ende 2023 Arbeiten von die Künstler Birgit Bjerre und Alex Mørch im Bunkermuseum Hanstholm erleben.
Unter dem Sammeltitel „Lieber Feind / Kære fjende“ können Sie bis Ende 2023 Arbeiten von die Künstler Birgit Bjerre und Alex Mørch im Bunkermuseum Hanstholm erleben.
Unter dem Sammeltitel „Lieber Feind / Kære fjende“ können Sie bis Ende 2023 Arbeiten von die Künstler Birgit Bjerre und Alex Mørch im Bunkermuseum Hanstholm erleben.

Kunstausstellung ”Lieber Feind/Kære fjende”

Unter dem Sammeltitel „Lieber Feind / Kære fjende“ können Sie bis Ende 2023 Arbeiten von die Künstler Birgit Bjerre und Alex Mørch im Dokumentationszentrum und im Museumsbunker erleben.

Das Thema der Ausstellung ist die Begegnung zwischen Menschen während der deutschen Besatzung 1940-1945 in Nordwestjütland über Nationalitäten und Feindseligkeiten hinweg.

Ausgangspunkt für Birgit Bjerres Arbeiten sind die Erzählungen ihres Vaters Christian Bjerre. Während der Besetzung war Christian ein großer Junge, der in Vigsø bei Hanstholm lebte.

Die Geschichten des Vaters zeigen, wie widersprüchlich und komplex das Verhältnis der Einheimischen zu den Soldaten der Besatzungsmacht war. Christian fuhr mit Torf zu den deutschen Bauarbeiten und kaufte von den Soldaten Zigaretten. Als er die gutaussehenden Uniformen der deutschen Soldaten sah, schämte er sich seiner eigenen, einfachen Kleidung. Gleichzeitig zerstörte er abends ihre Telefonleitungen und pinkelte in die Biere, die er an die Soldaten verkaufte. Der Gedanke an die möglichen Folgen seines Vorgehens gegen die Besatzungsmacht machte ihn so unsicher, dass er das Gefühl hatte, er brauche eine Waffe, um sich zu schützen. Deshalb stellte er eine Waffe zusammen, der aus dem Lauf einer dänischen Salonpistole und einer deutschen Signalpistole bestand. Es war keine tödliche Waffe, aber das Bewusstsein seiner Existenz schien beruhigend – unterwegs waren Teile der Waffe in einem Bienenstock gelagert worden.

Birgit Bjerre hat diese und andere Geschichten in Werke aus den unterschiedlichsten Materialien übersetzt, darunter Bienenwachs und Nachtfaltern.

Die Werke von Alex Mørch sind im Museumsbunker zu sehen. Das sind zwei Installationen aus rohen Eisenplatten, die in den Gängen des Bunkers gelegentlich beunruhigende, polternde Geräusche von sich geben.

Fotos: Jens Peter Engedal